Welche Teppicharten gibt es?

3. August 2020 17:19 Autor: Hinterlassen Sie einen Kommentar

Einführung

Teppiche machen einen Raum besonders wohnlich und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Design einer Einrichtung. Jedoch ist nicht jeder Teppich für jeden Raum einer Wohnung geeignet. Verschiedenste Herstellungs- und Teppicharten machen es unter Umständen schwer, sich für den passenden Teppich zu entscheiden

Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen kurzen Überblick über die verschiedenen Teppicharten sowie die Methoden ihrer Herstellung und Materialien.

Herstellungsarten von Teppichen

Webteppich

Das Weben ist eine der ältesten Techniken für die Verarbeitung von Wolle und Garn. Es werden dabei zwei Fadensysteme rechtwinklig miteinander verkreuzt. Die vorgespannten, senkrechten Fäden bezeichnet man als „Kette“, die quer verlaufenden Fäden man als „Schuss“. Für dieses Verfahren in Handarbeit werden traditionell Webstühle oder heutzutage auch Maschinen verwendet.

Geknüpfter Teppich

Das Knüpfen ist beinahe so alt wie das Weben. Es basiert auf demselben Prinzip, denn auf ein Grundgerüst aus Kettfäden wird das Florgarn in Reihen aufgeknotet. Meist werden dafür Wolle- oder Seidenfäden verwendet. Je mehr Knoten sich in einer Reihe finden, umso höher ist die Knüpfqualität des Teppichs. Auch der Preis erhöht sich mit der Anzahl der Garnknoten.

Tuft-Teppich

Das Verfahren leitet sich vom englischen to tuft ab, was so viel bedeutet wie „mit Büscheln verzieren“. Es funktioniert im Prinzip wie eine Nähmaschine. Dafür bringen Nadeln das sogenannte Polgarn in ein Grundmaterial aus Gewebe oder Vlies ein. Die Nadeln sind auf der gesamten Breite angebracht und stechen jeweils gleichzeitig durch das Grundmaterial. Das Garn wird dann von hinten von Greifern festgehalten, sodass auf der Oberseite Schlaufen (Polnoppen) entstehen. Auf diese Weise ergibt sich ein Schlingenflorteppich. Damit das eingenadelte Polgarn im Gewebe festgehalten wird, muss auf die Teppichrückseite ein Zweitrücken oder eine Schicht aus Latex aufgebracht werden. Dieser Vorgang heißt Kaschieren.

Wenn die Schlingen mit Messern aufgeschnitten werden, entsteht ein Schnittflor- oder Veloursteppich. Durch verschiedene Höhen des Flors können Muster entstehen. Ein ungeschorener Tuft-Teppich wird als Schlingen- oder Loopware bezeichnet.

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Kelim-Teppich

Ein Kelim ist ein handgewbter Orientteppich. Er wird flach gewebt und hat deshalb eine glatte Oberfläche und ein geringes Eigengewicht. Darum ist er gut zu pflegen und gut sauber zu halten. Durch die Webtechnik ist er beidseitig verwendbar und besteht meist aus Wolle.

Shaggy-Teppich

Diese Teppichart verfügt über einen sehr kuscheligen und üppigen Flor, von dem sich der Teppichname ableitet. Denn Shaggy bedeutet im Englischen auch „zottelig oder „struppig“. Eine ebenfalls übliche Bezeichnung für die Teppiche ist der Begriff Flokati. Unterschiede in der Qualität und im Preis entstehen durch die Verwendung des jeweiligen Materials. Es kann sowohl wertvolle Wolle als auch günstige Kunstfaser dafür verwendet werden. Entsprechend groß ist das Angebot bei diesen Teppichen, aber natürlich auch die Preisspanne.

Seidenteppich

Für einen Seidenteppich wird das aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnene Material verwebt. Darum sind echte Seidenteppiche sehr edel und bewegen sich im oberen Preissegment. Der natürliche Glanz der Seide wird sehr geschätzt und lässt diese Teppiche besonders edel aussehen. Nachteile ergeben sich jedoch aus der Tatsache, dass Seide ein sehr empfindliches Material und nur schwer zu reinigen ist. Sie verträgt zum Beispiel keine Feuchtigkeit. Darum sollten Seidenteppiche nicht dort platziert werden, wo sie starker Beanspruchung ausgesetzt sind wie dem Flur, der Küche oder dem Kinderzimmer.

Schurwollteppich

Teppiche aus Schurwolle sind sehr beliebt, da sie eine angenehme Wärmewirkung haben. Außerdem sind ihre Fasern eher schmutzabweisend und laden sich nicht elektrostatisch auf. Die Bezeichnung Schurwolle bezieht sich nur auf Wolle, die von einem lebenden Schaf geschoren wurde. Leicht zu erkennen sind echte Schurwollteppiche am international gültigen Woolmark-Siegel. Als besonders hochwertig gelten Teppiche aus reiner Neuseelandwolle, denn die Schafe dort produzieren eine besonders robuste und gleichmäßige Schurwolle.

Kunstfaserteppich

Teppiche aus Kunstfaser bestehen aus Faserarten, die durch chemische Verfahren gewonnen werden, vor allem Polyamid, Polyester, Polyacryl oder Nylon. Sie sind darum sehr preisgünstig. Kunstfasern lassen sich sehr leicht verarbeiten sowie färben und sind in der Regel besonders robust sowie farbbeständig. Sie kommen darum sehr oft in der Küche, im Badezimmer, Flur oder im Außenbereich zum, Einsatz. Da sie sich jedoch elektrostatisch aufladen können, sollte man darauf achten, dass die Kunstfaserteppiche ableitfähig sind, um unangenehme Stromstöße an Türklinken o.ä. zu vermeiden.

Baumwollteppich

Teppiche aus Baumwolle sind aufgrund ihres Materials besonders pflegeleicht. Bei Verschmutzung kann ein solcher Teppich sehr gut in der Waschmaschine gereinigt werden. Die Naturfaser lässt sich sehr leicht verarbeiten und färben. Darum gibt es eine Vielzahl an Mustern und Ausführungen für jeden Raum und jeden Geschmack. Durch ihre einfache Handhabung bei der Reinigung sind sie auch für Allergiker geeignet.

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